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Für die einen ist es Kohl,
für die anderen Kraut, für wieder andere
Kappes. Und je nach Landstrich nennt man es Rotkohl oder Blaukraut.
Dabei haben die verschiedenen Färbungen vor allem mit dem Säuregehalt
zu tun - und zwar sowohl dem des Bodens wie auch dem der Zutaten und
Gewürze: Da saure Böden oder Zutaten für eine eher rötliche Färbung
sorgen, trägt insbesondere die Beigabe von Äpfeln zur Rotfärbung
bei.
Entscheidend ist jedoch nicht die Farbe, sondern die vielen
guten Eigenschaften von Kraut bzw. Kohl. War es in der
Wohlstandsgesellschaft nach den entbehrungsreichen Kriegsjahren als
Arme-Leute-Essen verschrien, erlebt das Kraut in den letzten Jahren
geradezu eine Renaissance. Ob griechische, amerikanische oder
russische Küche - das Kraut ist so universell wie kaum ein anderes
Nahrungsmittel.
Beide Sorten sind typische Wintergemüse, die
sich durch hohen Vitamingehalt und gute Haltbarkeit auszeichnen.
Während der Rotkohl unbehandelt gelagert wird, wird der Weißkohl
mittels Milchsäuregärung traditionell als Sauerkraut haltbar gemacht.
Schmackhafte Rezepte für die Zubereitung sind so vielfältig, dass man
ganze Kochbücher darüber schreiben könnte.
Rot- und Weißkraut von Denscheilmann und Wellein
kommen aus dem Fränkischen Knoblauchsland,
aber auch aus Niederbayern oder Norddeutschland.
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